Worldtour 2014 - 2015

Event 

Title:
From Dharamasalha to Manali
When:
05.11.2014 - 05.11.2014
Where:
Indien -
Category:
Worldtour 2014 bis 2015

Description

Namaste,

bevor wir Heute weiter fahren in Richtung Manali, wollen wir noch ein paar Worte zur tibetischen Unabhängigungs Bewegung verlieren, die hier im Sitz der Exil Regierung sehr stark aund ausgepräkt ist.

Nach der Machtübernahme der kommunistischen Partei und Gründung der Volksrepublik China unter Führung von Mao Dzedong im Oktober 1949 erwachte der Anspruch auf Tibet und dessen Anschluss an das chinesische „Mutterland“ erneut. Die Absicht der Befreiung Tibets vom „britischen, imperialistischen Joch“ durch Chinas Volksbefreiungs Armee wurde im Januar 1950 durch Radio Peking verkündet. Am 7. Oktober 1950 erreichte die Volksbefreiungsarmee die tibetische Stadt Qamdo wo sie nur auf minimalen Widerstand der schlecht ausgerüsteten tibetischen Armee traf. Einen Monat nach der Kapitulation der Armee in Osttibet durch den Gouverneur von Kham, übernahm in Lhasa der 14. Dalai Lama im Alter von 15 Jahren, drei Jahre früher als üblich, die Regierung Tibets. Ein anschließender Appell an die Vereinten Nationen blieb erfolglos; er scheiterte wegen des „ungeklärten Rechtsstatus Tibets“ an der Ablehnung durch Großbritannien und Indien.

Nach der Aufnahme von Verhandlungen mit China unterzeichneten Repräsentanten der tibetischen Regierung am 23. Mai 1951 unter politischem Druck in Peking das 17 Punkte Abkommen  ohne jedoch die Vollmacht durch ihre Regierung hierfür zu besitzen. In dem Abkommen wurde die Integration Tibets in China festgelegt, wobei Tibet neben der regionalen Autonomie und Religionsfreiheit auch eine Garantie zugesichert wurde, dass das existierende politische System in Tibet unverändert bleibt. Außerdem sollen Reformprozesse ohne Druck durch chinesische Zentralbehörden nur durch die tibetische Regierung eingeleitet werden.

Drei Tage später erfuhr die tibetische Regierung über das Radio von der Unterzeichnung und dem Inhalt des Abkommens. Da hierin das religiös-politische System Tibets und die Stellung des Dalai Lamas unverändert bleiben sollten, stimmte die Regierung in Lhasa am 24. Oktober 1951 dem Abkommen zu. Wenige Tage darauf brach die Volksbefreiungsarmee in Richtung Zentraltibet auf und errichtete in Lhasa binnen weniger Monate eine starke Militärpräsenz, die zahlenmäßig fast der Bevölkerungszahl entsprach.

Zu diesem Zeitpunkt - zu dem übrigens gerade einmal sechs Ausländer in Tibet ansässig waren -  unternahm die chinesische Regierung keine Versuche, das soziale oder religiöse System in dem neu geschaffenen Autonomen Gebiet Tibet zu verändern, das östliche Kham und Amdo wurden jedoch wie jede andere chinesische Provinz behandelt. Der Versuch der Kommunistischen Partei, dort die Landreform durch Errichtung von Volkskomunen und Sesshaftmachung der Nomaden durchzusetzen, erzeugte in der Bevölkerung erste Unzufriedenheit. In den 1950er Jahren kamen in diesen Gebieten größere Unruhen auf, die sich letztendlich bis ins westliche Kham und Ü-Tsang ausweiteten. 1955 kam es zu einem spontanen Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde. Der US-Geheimdienst CIA entsandte im Geheimen Ausbilder ins Land und unterstützte die aufständischen Guerillakämpfer mit Geld und Waffen.Anschließend kam es durch den Zusammenschluss verschiedener Stammesgruppen zu einer landesweiten Rebellion, die sich im Khampa -Widerstand

1959, zur Zeit des Großen Sprung nach vorn in China, behandelte die chinesische Führung den mittlerweile erwachsenen Dalai Lama mit offener Pietätlosigkeit. Am 10. März 1959 brach daraufhin in Lhasa der Tibetaufstand aus. Nach dem Beschuss des Norbulinka durch chinesische Truppen am 17. März 1959 floh der dort verweilende Dalai Lama nach Indien. Zwei Tage später brachen Kämpfe in der Stadt aus, der Volksaufstand wurde am 21. März brutal niedergeschlagen. Bei den Kämpfen starben laut exiltibetischen Angaben Zehntausende Tibeter. Die roten Garden zerstörten in der Zeit der chinesischen Kulturrevolution von 1966 bis 1976 mehrere tausend Klöster und andere Kulturdenkmäler. Fast alle Kultur- und Religionsinstitutionen Tibets wurden vernichtet. Was den Han Chinsesn zur Zeit der „Kulturrevolution“ mehrheitlich jedoch als ein politischer Konflikt erschien, erschien den Tibetern als nationaler Konflikt, der sich gegen sie als Volk richtete und von den Han ausging.

Die Lage in Tibet ist weiterhin sehr angespannt. Zu Unruhen in Lhasa kam es zwischen 1987 und 1989, was zur Ausrufung des Ausnahmezustandes durch die Behörden führte, später folgten die Unruhen in 2008, sowie Selbstverbrennungen von Tibetern 2012 China übte sich dabei stets in Kriegshistorik.

Die chinesische Polizei- und Militärpräsenz in Tibet ist enorm, die Bevölkerung steht unter ständiger Kontrolle und wird stark unterdrückt: Die Grundrechte der Tibeter sind beschnitten, was sich unter anderem darin äußert, dass sie keinen Reisepass besitzen (und somit auch nicht aus Tibet ausreisen dürfen) sowie kein Recht auf freie Meinungsäußerung haben (es ist streng verboten, den aktuellen Dalai Lama nur zu erwähnen oder gar Bilder von ihm zu verbreiten).Verstöße werden streng (häufig bis hin zu Folter oder Todesstrafe) geahndet. Menschenrechtsorganisationen beklagen des Weiteren die fehlende Religions- und Pressefreiheit, die strenge Geburtenkontrolle, außergerichtliche  Hinrichtungen und das verschinden lassen.

Bilder zu dem unermütlichen schaffen der Tibeter für die Freiheit und Unabhängigkeit vor den Chinesen, findet ihr unter dem unten stehendem Link:

KLICKT HIER FÜR DIE BILDER !!!

Nun zurück zum Tag, Morgens um 6.00 Uhr bestiegen wir einen Klapperbus, der uns in 12 Stunden die 250 Kilometer bis nach Manali bringen sollte. Nach ein paar Diskussionen mit dem Busfahre über den Zustand des Kofferraums, verlief die Fahrt sehr gut, wir hielten ungefähr 1 Millionen mal an den verschiedensten Busbahnhöfen, trotzdem waren wir pünktlich mit einem Schnitt von 20 Kilometer in der Stunde in Manali angekommen, wo wir die nächsten 3 Tage in den Bergen verbringen werden.

m+s

 

Venue

Venue:
Indien