Worldtour 2014 - 2015

Event 

Title:
Amritsar Golden Tempel
When:
10.11.2014 - 10.11.2014
Where:
Indien -
Category:
Worldtour 2014 bis 2015

Description

Namste,

Amritsar liegt an einer historischen Straße, der Grand Trunk Road , entlang deren bereits Alexander der Große  nach Indien vorgestoßen ist. Am nahe verlaufenden Fluss Beas endete 326 v. Chr. sein langer Eroberungszug. Vermutlich war der Nektarsee schon lange vor der Gründung der Stadt ein heiliger Ort für rituelle Bäder. Am Südufer des heutigenSarovars kennzeichnet ein Sikh Heiligtum und ein alter Baum den Ort des ursprünglichen Nektarsees.

1577 wurde Amritsar von Ram Das, dem vierten der insgesamt zehn Sikh-Gurus, gegründet. Der alte Name der Stadt war daher Ramdaspur. Den Namen Amritsar erhielt die Stadt nach dem den Goldenen Tempel umgebenden Nektarsee. Ein bereits natürlich vorhandener Weiher wurde von Ram Das erweitert und mit Treppen und Mauern eingefasst. Zudem ließ er vom Fluss Beas einen unterirdischen Kanal legen, der noch heute den Nektarsee mit neuem Wasser versorgt. Nach 1984 wurde schließlich der Sarovar durch Wohn- und Wirtschaftsgebäude räumlich von der umgebenden Altstadt getrennt und zusätzlich mit einem parkartigen Gürtel umfasst.

Im Jahr 1919 ereignete sich hier das Amritsar Massaker, bei dem 379 gewaltlose Demonstranten getötet und 1200 verletzt wurden. Am 5. Juni 1984, auf dem Höhepunkt von Unruhen zwischen Hinhus  und fundamentalistischen Sikhs, ließ Premierministerin Indira Gahndi den Goldenen Tempel von der  indischen Armee erstürmen. Dort hatte sich der militante Anführer der SikhsBhindrawale verschanzt. Die äußerst gewaltsame und umstrittene Militäraktion kostete circa 500 Menschen das Leben. Als mittelbare Folge wurde die indische Ministerpräsidentin am 31. Oktober 1984 bei einem Attentat getötet. Es wurde von zwei ihrer Sikh-Leibwächter ausgeführt. Die Bekanntgabe der Todesnachricht führte zu neuen Gewaltausbrüchen, bei denen allein in Neu-Delhi binnen drei Tagen über 4000 Sikhs getötet wurden. Erst am Abend des dritten Tages griff die indische Armee ein und begann damit, die Übergriffe auf Sikhs zu unterbinden.

Wir hatten uns Heute den Tag geblockt, um den berühmten Goldenen Tempel der Sikhs zu besuchen, dazu wollten wir unbedingt in der größten Kantine der Welt zu Mittag essen.

Der goldene Tempel ist das höchste Heiligtum der Sikhs.

Der Tempel ist dick mit Blattgold belegt und liegt auf einer Insel in einem See, der Amrit Sarovar genannt wird. Umgeben ist der Tempel von einer Palastanlage. Diese hat je ein Tor auf allen vier Seiten, was die Offenheit der Sikhs gegenüber allen Menschen und Religionen symbolisieren soll. Im Tempel selbst werden während der Tageszeit Verse aus dem heiligen Buch rezitiert. Diese Gesänge werden musikalisch untermalt und sind über Lautsprecher in der ganzen Tempelanlage zu hören, was eine eindrucksvolle Atmosphäre schafft. Der Tempel ist immer geöffnet und wird täglich von tausenden Pilgern, darunter nicht nur Sikhs, besucht. Nachts ist es den Pilgern für maximal drei Tage gestattet, unter den Arkaden und in angrenzenden Räumen zu schlafen.

In einem benachbarten Gebäude wird für diese Zeitspanne auch einfaches Essen angeboten. Hier handelt es sich um die größte Kantine der Welt. Bis zu 300.000 Meschen werden hier täglich mit Dal, Reis und Chapati umsonst verpflegt. Es können zu Stoßzeiten 3.000 Essen in 15 Minuten serviert werden. Die Idee ist hier, alle Religionen zusammen zu bringen, was auch eine Grundidee der Sikh Religion darstellt. Gegründet wurde die Religion mit der Idee, die Kasten der Hindhu Religion abzuschaffen und alle Menschen jedes Galubens "gleich zu stellen".

Aus diesem Grunde werden hier alle an einen Tisch (oder besser gesagt auf einen Fußboden) zum täglichen Mahl zusammen gebracht und das 24 Stunden lang. Keine Pilgerreise zum "Goldenen Tempel" wäre vollkommen, ohne ein Mahl in dieser Kantine.

Natürlich haben auch wie uns dieser Tradition angeschlossen. Übrigens werden alle Mahlzeiten von Freiwiligen zubereitet, die ohne Geld, nur auf der Suche nach Karma, ihren religiösen Pflichten nachkommen.

Bilder zu der größten Kantine der Welt, findet ihr unter dem unten eingefügtem Link.

KLICKT HIER FÜR DIE BILDER!!!

Aber auch auf anderem Weg kann man hier sein Karma aufbessern.

Dem Glauben der Sikhs zufolge kann, wer im heiligen Wasser badet oder davon trinkt, sein persönliches Karma verbessern. Die Anlage ist sehr gepflegt und wird täglich gewischt, im Tempelinneren sogar mit Milch.

Im ersten Stock über dem Haupteingang zeigt ein Museum die Leidensgeschichte der Sikh unter den Hindus und Muslimen seit dem 17. Jahrhundert. Neben Waffen werden auch Gemälde der wichtigsten Sikhmärtyrer und -gurus gezeigt. Besonderer Wert bei der Auswahl der Bilder wurde offensichtlich auf die Darstellung der verschiedenen Folterarten vergangener Zeiten und das damit verbundene Leiden der Sikh gelegt.

Bilder zu unserem Besuch im Goldenen Tempel findet ihr unter dem unten stehenden Link:

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Aber auch eine Hindhu Seite gibt es in Amritsar, nach dem goldenen Tempel haben wir uns einen Hindhu Tempel angeschaut, welcher auch als Kopie des Golden Tempel gelten könnte.

Danach haben wir uns einen ziemlich verrückten Tempel angeschaut, den "Mata" Tempel, der zu Ehren einer heilg gesprochenen Hindhu Pristerin errichtet wurde und eher an einen Irrgarten oder an eine Geisterbahn erinnert hat, als an einen Tempel. Wir krochen, liefen, kletterten, stampften, hangelten uns durch die verschiedenen Räume des Tempels.

Bilder zu diesem Tempel findet ihr unter dem unten eingefügtem Link:

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Zum Abschluß besuchten wir dann noch eine christliche Kirche , in der gerade ein Trauung abgehgalten wurde. Nur mit Mühe konnten wir uns herauswinden, als Eherengäste der Trauung in der ersten Reihe Platz zu nehmen.

Ein toller Tag in einer aufregenden Stadt ging dann mt der Abenddämmerung zu Ende...

Im Hotel haben wir dann die folgenden Tage in Indien geplant. Sri Lanka und die Malediven platzen aufgrund von Visa Problemen .Wir werden die folgenden Tage über Dehli nach Hydarabad fliegen, dann weiter nach Hampi reisen, gefolgt von Gorkana (Meer Yipiee!) und zum Schluß Poalam in Goa besuchen. Über Dehli werden wir dann nach Bangkok reisen, wo wir am 29.11.2014 die Kathrin, den Govinda und den Andrej treffen werden.

m+s

 

Venue

Venue:
Indien