Worldtour 2014 - 2015

Event 

Title:
Vulkano Ijen
When:
20.01.2015 - 20.01.2015
Where:
Indonesien -
Category:
Worldtour 2014 bis 2015

Description

Hallo Freunde,

heute haben wir mal wieder etwas toatl verrücktes gemacht, wir sind auf einen der gefährlichsten Vulkane der Welt geklettert!

Um Euch ein Gefühl für den Monsterberg zu geben, auf den wir schon um 1.00 Uhr in der Nacht begonnen haben zu "klettern", hier ein kurzer Auszug zur Historie des Vulkan Ijer:

Ijen- ist der Name eines Vulkankomplexes in Java.

Am bekanntesten in diesem riesigen Komplex, dessen Basisdurchmesser 75 km beträgt, ist der von kahlen Wänden eingeschlossene Kratersee Kawah Ijen, der von manchen Geologen und Mineralogen als „das größte Säurefass der Erde“ bezeichnet wird.

Mit seinem säurehaltigen türkisfarbigen Wasser und seiner heftig dampfenden Solfatare ist er ein zwar eindrucksvolles, aus Sicherheitsgründen aber nicht immer frei zugängliches Touristenziel.

In südwestlicher unmittelbarer Nachbarschaft erhebt sich der 3332 m hohe Schichtvulkan Gunung Raung.

Der Krater des „Gunung Ijen“ weist große morphologische Unterschiede zwischen dem westlichen und östlichen Teil auf. Im Westen reichen die Rippen auf den äußeren Hängen des Vulkans bis zum Rand des Kraters empor, was die Erosion des westlichen Rands beschleunigt hat.
 

Im Norden, Osten und Süden enden die Rippen unterhalb des Kraterrands, der hierdurch eine wesentlich höhere Stabilität besitzt und einen gut erhaltenen, ringsum annähernd gleich hohen Ringwall darstellt. Darüber hinaus bestand der westliche Teil aus Produkten, die den erodierenden Kräften wenig Widerstand geleistet haben. Der aus festerem Material bestehende östliche Teil wird dagegen zusätzlich von zwei älteren Kraterwällen und vom benachbarten Merapi unterstützt.

Das hat dazu geführt, dass der westliche Kraterrand weitgehend zerstört wurde und der Überlauf des Kratersees sich hier befindet. Die Zerstörung dieses Randes erfolgte jedoch nicht nur durch Erosion, sondern auch durch einen Lavastrom, der an vielen Stellen weiter abwärts noch erhalten geblieben ist, und durch Eruptionen, die den Kratersee ausgeworfen haben.

Die dabei entstandenen Schlammströme haben die Bresche im westlichen Rand vertieft und das Niveau der Oberfläche des neu entstandenen Sees auf die gegenwärtige Höhe von 2148 m über dem Meeresspiegel reduziert.

Deutlich sind noch die Spuren des Lahars von 1817 zu erkennen, der längs des Banyupahit, dem Oberlauf des Banyuputih, das Ijen-Plateau überflutet hat, durch die Schlucht des Banyuputih im Nordrand der Caldera in die Küstenebene strömte und östlich der Stadt Asembagus fächerartig wie ein Delta in das Meer geflossen ist.

Der im Ijen-Krater eingebettete See Kawah Ijen ist 960 m lang, 600 m breit und bis zu 200 m tief. Seine Oberfläche beträgt 41 Hektar. Deutliche Zusammenhänge bestehen zwischen den unterschiedlichen Niederschlagsmengen, der Höhe des Seespiegels und der Wassertemperatur. Zwischen der trockenen Jahreszeit von Mai bis Oktober und der feuchten Jahreszeit von November bis April differiert die Höhe des Seespiegels um bis zu vier Meter.

Das Wasser dieses Sees reagiert extrem sauer.

Am Südostufer des Sees befindet sich eine der aktivsten Solfataren der Erde, die mit 190 bis 240 °C heißen Fumaloren die bedeutendste Schwefelansammlung Indonesiens mit bis zu 8 Meter dicken Schwefelbänken abgelagert hat.

Im Jahre 1968 fand die offizielle Eröffnung einer Schwefelmine statt. Schwefeldämpfe werden durch ein ausgeklügeltes System von etwa 10 m langen und 50 cm dicken Rohrleitungen zu tiefer liegenden Entnahmestellen geleitet, wo der Schwefel als 110 bis 120°C heiße zähflüssige orange- bis rotfarbige Masse austritt und erst nach Abkühlung sich in ein leuchtendes Gelb verwandelt.

Arbeiter aus der lokalen Bevölkerung brechen mit Eisenstangen den Schwefel ab. Träger befördern die abgebrochenen Stücke in zwei Bambuskörben über den 200 m höher liegenden Kraterrand zu Tal. Bis zu sechs Tonnen Schwefel werden auf diese mühsame Weise täglich zu einer Sammelstelle getragen, eine Menge, die täglich von der Solfatare wieder ausgeglichen wird. Durch Überhitzung entzündet sich gelegentlich der Schwefel von selbst und fließt als hellblau brennender Strom in den See, dessen Leuchtkraft insbesondere im Dunkel der Nacht ein mystisch anmutendes Schauspiel bietet.

Früher floss nach heftigen Regenfällen das säurehaltige Wasser des Kawah Ijen über die Bresche im westlichen Kraterrand, vereinigte sich auf dem Ijen-Plateau mit den Zuflüssen des Banyupahit, strömte mit dem Banyuputih durch die Schlucht im nördlichen Calderarand und richtete große Schäden in der von Reisfeldern und Zuckerplantagen bestandenen nördlichen Küstenebene an.

m+s

Venue

Venue:
Indonesien